Zum Patrozinium Mariä Himmelfahrt am 15. August

Bereits Mitte des 5. Jahrhunderts ist das Fest Mariä Himmelfahrt in der armenischen Kirche bezeugt und wird zunächst als Gedenktag des „Entschlafens“ von Maria begangen. In einer Predigt beim Ökumenischen Konzil von Ephesus heißt es 431 über Maria: „Durch dich wird die gefallene Kreatur zum Himmel erhoben“.

Das Brauchtum der Kräuterweihe an diesem Tag orientiert sich an einer Marienlegende, wonach die Apostel im Grab der Gottesmutter statt des Leichnams Blumen gefunden haben.

Es wird vermutet, dass diese Legende auf eine Äußerung des Bischofs Juvenalis von Jerusalem zurückgeht, der im 5. Jahrhundert lebte und dem Kaiser Marcianus gesagt haben soll, die Grabtücher, in die der Leichnam Marias gewickelt worden sei, hätten „einen unbeschreiblichen Wohlgeruch verbreitet“. Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel verbindet die katholische Kirche mit den orthodoxen und altorientalischen Kirchen.

In diesem Sinne ist auch das von Papst Pius XII. 1950 verkündete Dogma zu verstehen, dass die „Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen worden ist“.

Eine Jahrhunderte lange Überlieferung wurde damit bestätigt und ist als Bekräftigung des christlichen Glaubens an die Auferstehung zu verstehen.